Kumpelchef sein ist schon ganz gut – aber souveräne Führungskraft sein ist viiiel besser.
Fehlende professionelle Distanz kann vernünftige Führungsarbeit blockieren.
Gerade beim Thema „Führung auf Augenhöhe“ laufen Chefs Gefahr, die gesunde Balance von Nähe und Distanz zu verlieren und so in die sogenannte „Kumpelfalle“ zu stolpern.
In den letzten Jahren hat das familiäre „Du“ in unserer Arbeitswelt deutlich an Bedeutung gewonnen. Das gegenseitige „Duzen“ erweckt den Anschein, alle Hierarchien seinen aufgehoben und alle Arbeitskräfte sehen sich als „Gleiche unter Gleichen“. Eine Arbeitsumgebung mit mehr Gemeinschaftsgefühl, Wertschätzung und Offenheit in der Kommunikation ist das erklärte Ziel.
Allerdings scheint sich im Bereich Führungsarbeit schon wieder eine Art Gegentrend abzuzeichnen. Anscheinend könnte die besser laufen, wären die Verantwortlichen tatsächlich wieder ein wenig „gleicher“. Wenigstens wird mir das in meinen Führungskräfte-Coachings wiederholt berichtet.
Regelmäßig beklagt werden der Mangel an Respekt und Autorität und auch Probleme bei der Erreichung gesteckter Ziele innerhalb vorgegebener Zeiträume.
Wenn Du als Chef nur noch Kumpel bist, bist Du irgendwann kein Chef mehr!
Meistens liegt es einfach daran, dass Chefs keine vernünftige Balance zwischen Nähe und Distanz finden. Sobald hier ein Ungleichgewicht, in die ein oder andere Richtung entstanden ist, wird Führungsarbeit richtig schwierig.
Tja – den Anhängern der „political correctness“ wird das zwar nicht gefallen, dennoch erlaube man mir die folgende Anmerkung: „Aus eigener Erfahrung behaupte ich, die fehlende professionelle Distanz zwischen Vorgesetzten und Mitarbeitenden, führt über kurz oder lang zu Führungsproblemen“.
Das bedeutet im Klartext, Führungsverantwortliche fühlen sich weder von Kollegen noch von Vorgesetzten ernst genommen und zusätzlich in ihrem Handlungsspielraum eingeschränkt. Hinzu kommen noch die besonders nervigen Versuche von den Mitarbeitenden, schwierige oder unbequeme Aufgaben „hochzudelegieren“. Viele Chefs nehmen das so hin, schlüpfen mehr und mehr in die Opfer-Rolle und leiden still vor sich hin.
Einige denken aber auch schon darüber nach, wie dieses, aus ihrer Sicht zu viel an Nähe wieder etwas zurückgedreht werden kann. Alles in allem eine äußerst unbefriedigende Situation, die so nicht bleiben kann und Handlungsbedarf erforderlich macht.
Was also ist zu tun?
Allen, die Chef bleiben und der Kumpelfalle ohne Gesichtsverlust entgehen wollen, empfehle ich mein neues Seminar: „Professionelle Distanz – raus aus der Kumpel Falle“.
Hier werden Verhaltensweisen und Kommunikationstechniken vermittelt, die dabei helfen, erst gar nicht in diese unangenehme Situation zu gelangen. Oder, wenn es bereits passiert ist, die Kumpel Falle wieder zu verlassen – und zwar ohne den Mitarbeitern vor den Kopf zu stoßen. Ziel ist es im wahrsten Sinne des Wortes vom „Kumpel“ zum souveränen Vorgesetzten aufzusteige
Intensiv-Seminar: Professionelle Distanz - Raus aus der Kumpel Falle
Aktuelle Termine:
Donnerstag 23. April 2026 Dienstag 26.Mai 2026
Teilnehmerzahl: 6
Seminarinhalte sind u.a.:
- professionelle Distanz schaffen
- Selbstwertgefühl und Selbstbewusstsein stärken, Haltung zeigen
- die Aufmerksamkeit auf private Belange reduzieren
- Grenzen setzten, NEIN sagen ohne zu verletzen
- Klarheit schaffen – Dauerrechtfertigungen abstellen